zobelsäule

Insgesamt gibt es drei Zobelsäulen, die den Weg zur Festung nacheinander begleiten. Sie erinnern an eine wilde und einmalige Geschichte, die Ermordung eines Fürstbischofs durch gedungene Mörder im mehr oder weniger direkten Auftrag des bischöflichen Vasallen Wilhelm von Grumbach, der sich mit dem Fürstbischof über Besitzstreitigkeiten und Zahlungen von Geldern entzweit hatte, nichts als Ärger im Reich verursachte und schließlich ein schlimmes und nach damaligem Empfinden angemessenes Ende fand.

Die erste Zobelsäule findet man gleich nach dem Überqueren der Alten Mainbrücke auf dem Platz der Fischerzunft, zwischen der Zeller Straße 13 und 15, nahe dem Ausgangspunkt der Tellsteige. Die Säule markiert den Platz, an dem der Fürstbischof nach Überquerung der Mainbrücke niedergeschossen wurde, als er zur Festung hinaufreiten wollte. Aufgestellt wurde diese Säule vom Amtsnachfolger des Ermordeten, Friedrich von Wirsberg.

Die zweite Zobelsäule steht auf halber Strecke etwa in der Mitte des Weges zur Festung, unter einer Linde. Die dritte Zobelsäule befindet sich in exponierter Lage gegenüber der Bastion Caesar auf der Kurtine. Das ist der Ort, an dem die Kräfte den vom Schuss tödlich getroffenen Fürstbischof verließen, wo er im Angesicht seiner nicht weit entfernten Festung schließlich starb.

Quelle: Welt der Wappen