Siebold-denkmal

Das Siebold-Denkmal im Gärtchen auf dem Geschwister-Scholl-Platz erinnert an den Japan-Forscher Philipp Franz von Siebold.

Er entstammte einer angesehenen Ärzte-Familie. Seine große Bedeutung beruht aber auf seiner Tätigkeit als Vermittler Japans in der westlichen Welt. Doch hat er als Lehrer gerade auch des medizinischen Wissens seiner Zeit auf die Entwicklung der westlichen Medizin in Nippon entscheidenden Einfluss genommen. Siebold war auch Mitglied der Würzburger Studentenverbindung Corps Moenania. Ein Stammbuchblatt zeigt, daß er auch den Freuden des Studentenlebens nicht abgeneigt war.

Die Bronzebüste von Philipp Franz von Siebold zeigt ihn mit einem entschlossenen Blick, Rauschebart und mit Orden besetzter Brust. Die imposante Büste des Würzburger Ethnologen, Arzt und Botanikers wird getragen von einem mit Palmen verzierten Marmorsockel, auf dem vier Putten dargestellt sind, zwei asiatische und zwei fränkische. An der Plinthe der Büste steht Miller gegossen und darunter München, d.h. die Bronzeteile des Denkmals wurden in der Erzgießerei Ferdinand von Miller hergestellt.

Die asiatische Putte auf der rechten Seite hat Schmetterlingsflügel auf dem Rücken und auf dem Kopf trägt sie eine asiatische Kopfbedeckung. Die asiatische Putte auf der linken Seite hat die Haare mit einem Essstäbchen zu einem Dutt hochgesteckt. Auffällig sind auch die asiatischen Augenpartien. Diese beiden Putten erinnern an Siebold Liebe zu Japan. Die eine fränkische Putte ist dargestellt mit einer Traubenbütt auf dem Rücken, die andere besitzt kleine Flügelchen und hat eine umgeschnallte Arzttasche auf dem Rücken, die an den Beruf des Arztes von Siebold erinnert. Des Weiteren finden sich Darstellungen von Tieren, wie einer Schnecke, einer Eidechse und zwei Eulen sowie von exotischen und einheimischen Pflanzen.

Quelle: Würzburgwiki