Residenz

Die Residenz Würzburg gilt als außergewöhnlichstes und homogenstes Barockschloss seiner Art. Die Würzburger Residenz ist ein Beispiel für das Zusammenwirken von Architekten, Bildhauern und Malern auf europäischer Ebene, eine "Synthese des europäischen Barock". Die Schirmherren Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn und Fürstbischof Christoph Franz von Hutten trieben Anfang des 18. Jahrhunderts das Projekt ehrgeizig voran und schufen so ein Sinnbild des Hof- und Kulturlebens zu Zeiten des Feudalismus im 18. Jahrhundert.

Unter Leitung des Hofarchitekten Balthasar Neumann in drei Phasen ab 1720 erbaut, ausgestaltet und mit herrlichen Gärten versehen, gilt die Würzburger Residenz als außergewöhnliches künstlerisches Meisterwerk und in Struktur und Dekor herausragendes Kunstwerk des europäischen Barock.

Zugleich ist die Residenz mit Hofgarten und Residenzplatz ein bedeutendes Zeugnis europäischer Kultur. Sie ist das gemeinsame Werk der renommierten Architekten Lukas von Hildebrandt aus Wien und Robert de Cotte und Germain Boffrand aus Paris, sowie von Stuckateuren und Bildhauern aus Italien, Flandern und München. Der Venezianer Giovanni Battista Tiepolo malte das Deckenbild über dem Treppenhaus und die Wandgemälde des Kaisersaals.

1981 wurde die Residenz Würzburg mit Hofgarten als außergewöhnliches barockes Gesamtkunstwerk mit dem UNESCO-Welterbetitel ausgezeichnet.

Die Hofkirche wurde nach Plänen von Balthasar Neumann erbaut. Der Österreicher Lucas von Hildebrandt entwarf die Dekoration mit der typischen Schwere des Wiener Barock.

Im Jahr 1894 wurde der Frankoniabrunnen vor der Residenz erbaut. Dieser von Ferdinand von Miller im Stil des Neubarock gestaltete Brunnen wurde von der Stadt Würzburg zu Ehren des am 12. März 1821 in der Residenz geborenen Prinzregenten Luitpold errichtet. Zentrale Gestalt des Brunnens ist die gekrönte Allegorie Frankens, die Franconia, mit dem Würzburger Rennfähnlein in ihrer linken Hand auf einem neobarocken Sockel. Die prächtig gewandete Frankonia bekränzt mit ihrer Rechten die drei zu ihren Füßen sitzenden berühmtesten Künstler Frankens mit Lorbeer: Walther von der Vogelweide in sinnender Pose, Mathis Gothart Nithart (genannt Matthias Grünewald) beim Skizzieren sowie Tilman Riemenschneider beim Schnitzen einer Skulptur. Die Figur der Frankonia ist in Richtung des Würzburger Domes gekehrt. Die Konzeption der Franconia-Statue orientiert sich an der im Jahr 1850 errichteten Bavaria-Statue der Münchener Ruhmeshalle.

Quelle: Unesco, Wikipedia