Neumünster
Mitten aus dem Würzburger Stadtzentrum, in direkter Nachbarschaft des Kiliansdoms, erhebt sich die Kuppel der Neumünsterkirche und prägt das Würzburger Stadtbild entscheidend mit.
Hier gedenken die Gläubigen im Bistum Würzburg ihrer ersten Glaubensboten: Am heutigen Standort der Kirche starben die irischen Wanderprediger Kilian, Kolonat und Totnan im Jahr 689 den Märtyrertod. Als "Frankenapostel" werden sie bis heute hier und im benachbarten Dom in besonderer Weise verehrt und sind die Bistumspatrone der Diözese Würzburg.
Die mächtige Kuppel und die aufwändige Barockfassade entstanden in den Jahren 1710 bis 1716. Die barocke Neugestaltung des Innenraums zog sich bis 1788 hin und wurde von den Gebrüdern Zimmermann ausgeführt. Ein frühes Steinwerk Tilman Riemenschneiders, eine schöne Sandsteinmadonna, steht in einer Pfeilernische des Kuppelraumes. Beim Luftangriff auf Würzburg am 16. März 1945 blieb die bauliche Substanz erhalten. Die Inneneinrichtung verbrannte größtenteils, doch sind noch einige hervorragende Einzelwerke, sowohl aus dem Mittelalter als auch aus der Barockzeit vorhanden.
In den Jahren 2007 bis 2009 erfolgte eine grundlegende Restaurierung und Neukonzeption. In die Barockausstattung wurden moderne Werke integriert, etwa im Mittelschiff acht Bilder von Thomas Lange mit Darstellungen aus dem Johannesevangelium, die Lebensstationen Jesu Christi darstellen.
Quelle: Stadt Würzburg, Bistum Würzburg