fürstengarten
auf der Festung Marienberg

Der Fürstengarten auf der "Schütt", der alten Batteriestellung vor der Ostseite der Festung Marienberg, wurde wohl im frühen 16. Jahrhundert als Garten angelegt. Die kunstvollen Terrassen mit prachtvollen Balustraden und wahrscheinlich auch die beiden Kaskadenbrunnen an den Schmalseiten müssen aus stilistischen Gründen der Zeit des Fürstbischofs Johann Philipp von Schönborn (1642-1673) entstammen, wofür auch das Schönbornwappen an der Balustrade der Aussichtskanzel der Gartenterrasse spricht.

Seine 1937 wiederhergestellte und heute noch vorhandene Form erhielt der Garten erst um 1700 unter Johann Philipp von Greiffenclau, der damals die Bischofswohnung und die Kirche auf dem Marienberg neu ausstatten ließ. Das achtgeteilte Parterre mit Springbrunnen wurde damals mit vier allegorisch-mythologische Figuren geschmückt, vielleicht Versinnbildlichungen der vier Jahreszeiten. Zwei der zerstörten Originalskulpturen wurden durch Nachbildungen ersetzt.

Aus der Zeit um 1700 stammen auch die beiden Gartenpavillons auf den oberen Terrassen, die wohl Josef Greising zuzuschreiben sind. Der südliche Pavillon hat noch seine reiche spätbarocke Stuckausstattung erhalten.

Das Gartenparterre wurde 1937/38 nach Festungsplänen des frühen 18. Jahrhunderts in seiner alten achtgeteilten Form mit Springbrunnen wiederhergestellt. Vom Fürstengarten bietet sich eine einzigartige Aussicht auf Würzburg und das Maintal bis Randersacker sowie auf den Nikolausberg mit Käppele.

Quelle: Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen